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Stammzellen - Neue Hoffnung für lebensbedrohliche KrankheitenMomentan in aller Munde sind die Zellen, die den biologischen Ursprung jeden menschlichen Lebens darstellen - Stammzellen. Während sich die Diskussion in der letzten Zeit mehr um die ethischen und moralischen Aspekte drehte, ist das Ziel dieses Beitrags, die biologischen Grundlagen etwas näher zu beschreiben und den möglichen medizinischen Nutzen darzustellen. Was sind Stammzellen?
Stammzellen werden oft als die nächste medizinische Revolution gehandelt. Je nach Herkunft unterscheidet man zwischen embryonalen und adulten Stammzellen. Das Einzigartige an beiden Typen ist Ihre Fähigkeit, sich quasi für unbegrenzte Zeit in einer Zellkultur zu teilen und durch Spezialisierung in verschiedene Gewebe eines Organismus entwickeln zu können. Aus normalen Körperzellen, auch Somazellen genannt, können dagegen nur Zellen der gleichen Art entstehen, insofern sie überhaupt teilungsfähig sind.
![]() Stammzellen - © National Institutes of Health/ USA Ein Mensch entsteht beispielsweise aus einer einzigen Zelle, die dann im Laufe der Zeit den kompletten Organismus bildet. Diese Ursprungszelle wird daher auch mit dem Attribut "totipotent" gekennzeichnet. Aus dem Zellverband des Embryos herausgelöst, könnten sie sich als eigenständiges Individuum weiterentwickeln. Bereits nach etwa vier Stunden und einigen Teilungszyklen beginnen sich die Zellen zu spezialisieren. Das Keimbläschen, die Blastozyste ist entstanden. In seinem Inneren befinden sich pluripotente Stammzellen. Dieser Typ der Stammzellen kann immer noch die meisten Zelltypen bilden, ein eigenständiger Organismus kann aus ihnen jedoch nicht mehr entstehen.
Der dritte Stammzellentyp, die adulten Stammzellen, haben nur noch ein reduziertes Entwicklungspotenzial. Sie werden aufgrund der eingeschränkten Spezialisierungsmöglichkeiten als multipotent bezeichnet. Ein bekanntes Beispiel für diesen Zelltyp, den man auch in erwachsenen Menschen findet, sind Blut-Stammzellen, aus denen sich die verschiedenen Blutzellen entwickeln. ![]() Blut-Stammzellen Entwicklung - © National Institutes of Health/ USA Ein Nachteil ist hier allerdings auch die limitierte Vermehrungsmöglichkeit gegenüber den anderen Stammzelltypen. Das heisst, für langfristige therapeutische Massnahmen müssten die Zellen mehrfach gewonnen werden. Das bringt uns zu der Frage:
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