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Teil X: Indikatoren (2. Folge)

In Kapitel 9 habe ich die beiden wesentlichen Indikatorengruppen vorgestellt: die Trendfolger und die Oszillatoren. Es wurde vor allem der Charakter beider Indikatorgruppen besprochen, und wann welche Gruppe sinnvollerweise eingesetzt werden sollte. Heute geht es nun nicht mehr um die Gegenüberstellung der beiden Indikatorengruppen.
Vielmehr möchte ich in diesem und im nächsten Kapitel etwas in die Tiefe gehen und die beiden Indikatorkonzepte im einzelnen und detailliert besprechen. Dabei werden auch die wichtigsten Indikatoren beider Gruppen vorgestellt. Wobei es wegen der heutzutage schieren Unzahl von Indikatoren auch dabei nur bei einem Kratzen an der Oberfläche bleiben kann.


Die Trendfolge-Indikatoren

1. Der gleitende Durchschnitt

Die Trenfolgeindikatoren folgen wie gesagt einem Trend, bis dieser wechselt. Sie kennen keine oszillatorische Interpretation, also überkaufte und überverkaufte Extremzonen. Dies ermöglicht zwar nicht den optimalen Einstiegs- oder Ausstiegspunkt, es verhindert aber, daß der Anleger zu früh aus einem intakten Trendmarkt aussteigt. Oder: Erst dreht der Markt, dann der Indikator. Signale entstehen also mit einer "relativen" Verspätung.
Auf diesem Prinzip basiert auch die Mutter des Trendfolgeansatzes, der sogenannte "gleitende Durchschnitt". Ein gleitender Durchschnitt oder auch Moving Average bildet den Durchschnittskurs über die letzten x-Tage ab, wobei x frei wählbar ist. Da der Moving Average jeden Tag neu berechnet wird, ergibt sich daraus eine Indikatorlinie. Diese verläuft träger als der Kursverlauf selbst, da sie ja einen Durchschnittswert darstellt. Je länger die Fristigkeit, also x-Tage, gewählt wird, desto träger verläuft natürlich auch die Durchschnittslinie.

  Praxisbeispiel

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