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Charttechnik: Strategien

Teil III: Gap Trading - Timing ist alles

Die Vorgehensweise beim Gap-Trading ist sehr einfach, erfordert jedoch viel Disziplin. Meistens weisen Aktien nach einem Gap deutliche Trends im Tageschart auf. Diese ermöglichen es mit sehr engem Stop-Loss prozyklisch eine Position in Trendrichtung aufzubauen.
Entscheidend beim Einstieg in den Markt ist vor allem das richtige Timing. Daher sollte innerhalb der ersten halben Stunde der Kursverlauf von der Seitenlinie aus beobachtet werden, um eine Handelsspanne bzw. einen Trend feststellen zu können. Geduld und Disziplin stehen bei dieser Strategie im Vordergrund.

Einstieg in den Markt: Der Einstieg erfolgt prozyklisch mit dem Trend bzw. beim Ausbruch aus der Handelsspanne. Achten Sie dabei auf anziehende Umsätze. Der Stop-Loss wird direkt mit dem Einstieg plaziert und mit dem Trend nachgezogen. Lassen Sie sich lieber mehrmals ausstoppen, als auf dem falschen Fuss erwischt zu werden. Da der Trend jedoch meistens sehr dynamisch ist, wird bei einem guten Timing die Stopp-Marke nicht erreicht.

Während des Trades: Ziehen Sie den Stop-Loss mit dem Trend nach. Wichtig: An diesem Punkt verlieren viele Anleger die Nerven und neigen zu frühzeitigen Gewinnmitnahmen. Lassen Sie die Position so lange laufen, bis Sie ausgestoppt werden.

Nach dem Trade: Nachdem Sie ausgestoppt wurden, ist es wichtig, das Marktgeschehen neu zu analysieren. Versuchen Sie dabei möglichst objektiv den Chart zu betrachten. Viele Anleger haben beispielsweise mit einer Long-Position Erfolg und suchen nun weiterhin nach einer ähnlichen Situation. Objektiv betrachtet beinhaltet eine ausgestoppte Long-Position jedoch häufig die Chance auf einen Switch-Trade. Also den Tausch von der Long-Seite auf die Short-Seite.

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