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Teil 4: Funktionsweise der Terminbörsen oder: Computer vs. Parkett (dargestellt am Beispiel der EUREX)

Historischer Hintergrund und Funktionsweise

Während in den Vereinigten Staaten Futuresbörsen bereits in den 70er Jahren fester Bestandteil der Finanzmärkte waren, erfolgte in Deutschland die Gründung einer Börse für den Handel von Futures und Optionen erst Anfang der 90er Jahre. Es waren im wesentlichen zwei Gründe, welche die Gründung einer Terminbörse in der Bundesrepublik nachhaltig forcierten:

  • Allmählich zunehmende Schwankungen (Volatilität) an den Finanzmärkten erforderten eine Absicherungsinstitution, über die das erhöhte Risiko - z.B. von Fonds - effektiv gemanagt werden konnte.
  • In den 80er Jahren begannen erfolgreiche europäische Konkurrenz-Terminbörsen (Schweiz, Frankreich, Großbritannien), dem Finanzplatz Deutschland verstärkt Liquidität zu entziehen, da über sie attraktivere Absicherungsstrategien betrieben werden konnten.

Im Juli 1990 war es dann jedoch soweit, die DTB (Deutsche Terminbörse) ging an den Start, um verlorenes Terrain im Futures und Optionshandel wieder gutzumachen. Herausragendes Merkmal der DTB - die übrigens mittlerweile EUREX heißt und ihren Hauptsitz in Zürich hat - war von Anfang an die konsequente Computerisierung des gesamten Handels. Der fortschrittliche Ansatz scheint sich bis jetzt auszuzahlen: die EUREX ist heute die größte vollelektronische Futures und Optionen-Spezialbörse der Welt.
Ein Computerhandel kann natürlich nur funktionieren, wenn Futures als sogenannte standardisierte Produkte gehandelt werden, also Produkte, die einheitliche Ausstattungsmerkmale zum Beispiel hinsichtlich Laufzeit oder Kontraktwert, aufweisen. Ist dies der Fall, liegen die Vorteile einer solchen Computerbörse auf der Hand: über sie können große Mengen an Kontrakten standortunabhängig und kostengünstig gehandelt werden. Darüber hinaus können wesentlich schneller Aufträge plaziert werden und Geschäftsabschlüsse zustande kommen als über den traditionellen Parketthandel.

Teil 4: Vorteil der Computerbörse/ was macht die Clearingstelle?


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