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Einsteigerkurs Futures - Praktischer Teil

Teil 3: Tradingansätze

Um in den Futuresmärkten langfristig bestehen zu können, ist es notwendig, systematisch zu handeln und nicht einfach "aus dem Bauch heraus" Entscheidungen zu treffen. Um das Handeln zu systematisieren, braucht man also einen Ansatz (Handels- oder Tradingansatz), der bereits in der Vergangenheit auf statistischer Grundlage ein positives Ergebnis geliefert hat. Neben der Handelsdisziplin, die noch an anderer Stelle besprochen wird, entscheidet dieser Handelsansatz mit über Gedeih oder Verderb eines Traders.

Zunächst: der Handelsplan und Grundregeln

Wie bei einer Selbständigkeit in anderen Wirtschaftsbereichen muss eine Tätigkeit, die das Futures Trading als Erwerbsquelle vorsieht, möglichst umfassend vorbereitet werden. Die Ausarbeitung eines Handelsplans steht hierbei am Beginn jedes Tradingprojektes, denn nur mit einem detaillierten Handelsplan kann man auf Dauer an der Börse erfolgreich sein! Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich davor warnen, ohne Vorbereitung zu handeln, also ohne Konzeption ins "Haifischbecken" Börse (wie es einmal ein bekannter Händler formuliert hat) zu springen. Im Folgenden sollen alle Schritte, die für einen Handelsplan von Bedeutung sind, vorgestellt werden.

Um ein erfolgreiches System entwickeln zu können, ist es essentiell, vorab eine Zielfunktion zu definieren: es sollte hierbei versucht werden, bei einem gegebenen Chance/Risiko-Verhältnis den maximalen Profit zu erlangen. An nächster Stelle steht die Selektion geeigneter Terminmärkte. Die große Anzahl an weltweit verfügbaren Terminkontrakten macht die Auswahl nicht leicht: es gibt diverse Kriterien für die Handelbarkeit von Märkten, die an dieser Stelle aufgeführt werden sollen:

• Liquidität des Marktes
  (möglichst nur in umsatzstarken Märkten handeln)
• Margin-Höhe in Relation zum zur Verfügung stehenden
  Spekulationskapital
• Volatilität des Marktes
  (wie groß und wie schnell sind Kursbewegungen innerhalb
  einer gewissen Zeitspanne)

Welche Kennzahlen geben Aufschluss über die Liquidität?

Eine sinnvolle Messgröße für die Liquidität verschiedener Märkte ist das "Volumen" (Anzahl der gehandelten Future-Kontrakte) sowie das "Open Interest". Grundsätzlich ist der umsatzstärkste Kontrakt eines Futures immer derjenige mit der kürzesten Restlaufzeit (zu Laufzeiten siehe auch im theoretischen Teil 1, Unterpunkt Kontraktspezifikationen)

Teil 3: Wie wichtig ist das eingesetzte Kapital?


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