tradewire.de Erstes Trading Online-Magazin
Impressum Pressespiegel
Disclaimer
Anzeigen & Mediadaten
Trading
Startseite
Trends & Stories
Trading-Strategien
Grauzone OS-Handel Ratgeber
Börsengurus
Event-Kalender
Trader-Tests
Charttechnik-Test
Daytrader-Test
Einsteigerkurse
Futures
Aktien & Börse
Optionsscheine
Technische Analyse
Vergleiche
Discountbroker
Transaktionsgebühren Zinssätze
Kurssysteme
Ausserbörslicher Handel
Service/ Daten
Börsen-Lexikon
Neuemissionen 99-02 Konjunkturdaten
Umfragen
Fit für die Börse - Einsteigerkurs

Teil VI: Markttechnik

3.) Price Earnings to Growth (PEG) Verhältnis

Wichtig ist nicht nur das KGV, sondern auch der Vergleich mit dem Wachstum. Bei Wachstumsfirmen gibt es die grobe Regel, daß das KGV (=Price Earnings-Ratio) nicht höher als das langfristige Gewinnwachstum (= Growth) in Prozent sein sollte.

Beispiel:
Schafft es ein Unternehmen, seine Gewinne jedes Jahr um 30 Prozent zu steigern, wäre ein KGV von 30 gerechtfertigt. Wenn eine Firma ihre Gewinne sogar um 70 Prozent, steigern kann, wäre auch ein KGV von 70 vertretbar.

4.) KGV- und PEG-Grenzen, Alternativen

Diese Regel ist nur begrenzt anwendbar. Beispielsweise wäre eine Gewinnsteigerung um 100.000 Prozent möglich, wenn das Unternehmen im Jahr zuvor nur eine einzige Mark Gewinn gemacht hätte und dies in diesem Jahr auf 1.000 DM steigern würde. Demnach wäre dieses Unternehmen gemäß der Faustregel aber bei nur 1.000 DM Gewinn mit einem KGV von 100.000 sage und schreibe 100 Millionen wert. Deshalb muß man ein Unternehmen über mehrere Jahre und mit einem Blick in die Zukunft beobachten.

Noch schwieriger wird es, wenn das Unternehmen momentan aufgrund von Investitionen oder Anlaufkosten noch sehr geringe oder gar keine Gewinne erzielt oder sogar Verluste schreibt. Dann kann natürlich kein KGV berechnet werden. Hier kann eine weitere Alternative helfen: Nach der sogenannten Discounted Cash-Flow-Methode (DCF-Methode - nur für Profis anwendbar!!!) wird aus den addierten geschätzten Gewinnen der nächsten zehn Jahre ein fairer Kurs errechnet. Das führt aber unter Umständen zu einem (sehr) ungenauen Bewertungresultat.

Eine andere Möglichkeit ist der Vergleich des Umsatzes mit dem Börsenwert. Eine Methode, die z.B. bei Internetfirmen angewandt wird, die momentan Verluste schreiben. Der Börsenwert des Unternehmens wird dabei durch den erzielten Umsatz geteilt, es ergibt sich das Kurs-Umsatz-Verhältnis, das mit anderen Unternehmen der gleichen Branche verglichen werden kann. Auch diese Ansätze sind nur bedingt aussagekräftig, da man die Gewinnzone der Firmen nicht immer genau voraussagen kann.

Fazit:

Für Anfänger ist die perfekte Aktienwahl nicht ganz einfach. Die Kombination von Charttechnik und KGV ergibt aber zumindest einige grobe Anhaltspunkte. Mit der Zeit arbeitet man routinierter mit den verschiedenen Methoden und lernt sie geschickt zu kombinieren. Dann liegt die Erfolgsquote allemal höher, als wenn man blind drauflos kaufen würde.

Teil 7: "Informationsbeschaffung"

zurück zur Fit für die Börse - Startseite


© Copyright 1998-2007 by tradewire GmbH
http://www.tradewire.de
Website-Suche:  
Weitere Themen