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Teil 6: Markttechnik2.) Unterstützungen und Widerstände Aus dem Seitwärtstrend abgeleitet ergeben sich zwei weitere charttechnische Signale: die obere Begrenzung nennt man eine Widerstandslinie, die untere eine Unterstützungslinie. Widerstände entstehen aus Hochpunkten, die mehrmals nicht überschritten werden konnten. Da dies den Anlegern aus der Kursentwicklung der Vergangenheit bekannt ist, ist es höchstwahrscheinlich, daß Verkäufe nahe dem Hochpunkt wieder einen Kursrückschlag hervorrufen. Das gleiche gilt für Kursrückgänge. Drehte der Kurs auf einem bestimmten Niveau schon einmal, so ist die Chance gut, daß er an dieser Stelle erneut sein Tief sieht. Es bildet sich eine Unterstützung. Stößt ein Widerstand nach oben durch, bildet er ab da eine Unterstützungslinie, die nicht so leicht wieder nach unten gebrochen wird. Das Umgekehrte passiert, wenn eine Unterstützung nach unten fällt, sie verwandelt sich in einen Widerstand, der erst einmal geknackt werden muß. Es kann immer wieder vorkommen, daß die Hoch- oder Tiefpunkte von Kursen mehrere Monate oder Jahre zuvor noch immer Widerstände/ Unterstützungen darstellen. Oftmals bilden sich in der Nähe dann weitere Extrempunkte, es entstehen Widerstands- bzw. Unterstützungszonen, die damit noch schwerer zu überwinden sind. Solche Zonen sind meistens sehr stabil und es kann lange dauern, bis sie in der einen oder anderen Richtung überwunden werden.
3.) Gleitende Durchschnitte Ebenfalls für einige "Techniker" wichtig ähnlich wie Trendkanäle und Unterstützungen/ Widerstände sind die gleitenden Durchschnitte. Diese werden in den Chart eingezeichnet und ergeben sich durch den Durchschnitt einer bestimmten Zahl vergangener Handelstage. Die gleitenden Durchschnitte der letzten 5, 30, 90 oder 200 Börsentage werden häufig verwendet. Das Überschreiten ist ein Kaufsignal, das Unterschreiten ein Verkaufssignal, weil bei Kursen oberhalb der entsprechenden Linie ein positiver Trend zu sehen ist, unterhalb dagegen eine Abwärtstendenz vorherrscht. Wichtig sind auch die Richtungen der gleitenden Durchschnitte. Es ist positiv, wenn sie steigen, negativ , wenn sie fallen. Vorsicht bei Schneidungen verschiedener Trendlinien! Fällt die 30-Tage-Linie unter die 200-Tage-Linie, ist es ein besonders schlechtes Zeichen (umgekehrt kann man über einen Kauf nachdenken). Während die letzten fünf Tage, die für sehr kurzfristige Anleger interessant sind, sind die 30- und 200-Tagelinie manchmal auch in Tageszeitungen zu finden, da sie auch Richtung auf etwas längere Sicht vorgeben und damit für Kleinanleger wichtig sind. Die 30-Tage-Linie zeigt den Trendverlauf auf mittlere Sicht. Interessant ist diese Linie für Anleger, die Aktien mehrere Monate halten wollen. Fällt der Kurs unter diese Linie, sollte ein Verkauf der Aktie erwogen werden. Liegt die Aktie unter der Trendlinie und durchstößt sie nach oben, ist dies ein mögliches Kaufsignal. Die 200-Tage-Linie ist vor allem für Langfristanleger interessant, die nur bei möglichen starken Kursrückgängen aussteigen möchten.
ABER: Die Charttechnik kann für Kaufentscheidungen nützlich sein, löst aber auch immer mal "Fehlalarm" aus, wenn beispielsweise eine Unterstützungslinie kurz gebrochen wird, der Anleger (panisch) verkauft und der Kurs danach wieder ansteigt. Das heißt: Die Charttechnik immer gut im Auge behalten. Viel entscheidender für eine Kaufentscheidung sind die.... zurück zur Fit für die Börse - Startseite
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