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Teil 5: Anlagestrategien/Risikostaffelung und -streuung

3.) Hochspekulative Werte

Werte mit sehr hohen Schwankungen und hohen Bewertungen sind hochspekulativ. Sie sind meist sehr markteng und reagieren auf Meldungen mit heftigen Kursausschlägen. Technologie- oder Telekommunikationsaktien sind das beste Beispiel. Selbst bei den Großen der Branche sind Kurssprünge von mehr als 10 Prozent am Tag normal.

Bei diesen Aktien sind Verluste ab 30 Prozent einzuplanen. Deshalb muß man sie täglich beobachten und sich ständig über das Unternehmen informieren. Man sollte niemals das komplette Vermögen in hochspekulative Werte investieren. Als Beimischung sind sie jedoch u.U. geeignet.

4.) Lotterieähnliche Werte

Aktien von Unternehmen, die von der Insolvenz bedroht sind oder ausländische Nebenwerte, die durch Gerüchte hochgejubelt worden sind, gehören zu den lotterieähnlichen Werten. Bei Konkurs oder wenn Gerüchte in die Welt gesetzt werden, ist bei den meisten dieser Klasse ein Totalverlust oder ein Verlust ab 30-50 Prozent möglich. Anfänger sollten davon die Finger lassen, denn selbst für Profis sind diese Werte "heiße Eisen".

Fazit:
Es ist ratsam, zumindest eine gewisse Basis des Depots in "sichere" (=konservative) Werte zu stecken, damit ein langfristig gesicherter Vermögenszuwachs vorhanden ist. Je nach Risikobereitschaft und Engagement kann ein Teil des Depots in riskantere Werte investiert werden, keinesfalls aber mehr als 1 oder 2 Werte aus der letzten Kategorie (und auch das "mehr zum Spaß"), maximal die Hälfte des Depots in Werte ab der Kategorie spekulativ.
Alles darüber ist im Sinne einer halbwegs vernünftigen Chance-/ Risiko-Abwägung für unerfahrene Anleger nicht mehr zu verantworten.

5.) Sonderkategorie: außerbörsliche Werte

Man unterscheidet zwischen im Telefonhandel gehandelten und nicht notierten Werten (z.b. "OTC BB"-Werte aus den USA). Es gilt: Äußerst vorsichtig agieren!. Die Risiken sind durch die sehr unsichere Bewertungshöhe schwer zu kalkulieren, außerdem sind meist kaum definitive Fakten zu bekommen, außer vom Unternehmen selbst.

Deshalb nur sehr kleine Depotanteile in diese chancenreich-/ riskanten Werte stecken. Vor allem die schwere Veräußerbarkeit ist im Notfall ein großes Problem, da auch im Telefonhandel kaum Umsatz stattfindet, ohne Notiz müßte man selber einen Käufer suchen, was in beiden Fällen kaum einschätzbare Kurse bedeuten kann.

Die Order

Orderfehler:

a) "heiße Tipps" mitkaufen

Regel Nr.1: Unbedingt vorher selbst recherchieren, nicht erst kaufen und sich dann besorgt fragen, ob die Order sinnvoll war oder warum der "heiße Tipp" plötzlich eine eiskalte Fehlinvestition war. Ob Analyst, Bankberater, Börsenkenner oder Experte - jeder kann sich irren (oder andere Absichten für eine "heiße Empfehlung" haben!).

weiter mit Teil 5

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