| Absicherung |
Auch HEDGING genannt, ist die Risikobegrenzung für bestehende Wertpapierpositionen z.B. durch den Kauf oder Verkauf von Optionen oder Optionsscheinen. |
Agio, Wertpapier- Aufgeld |
Differenz zwischen niedrigem Nennwert und höherem Ausgabepreis von neuen Wertpapieren. Bei Optionsscheinen ist es die Differenz zwischen innerem Wert und dem Kurswert, falls dieser höher ist. Aber auch das Fonds-Aufgeld heisst Agio. -> Disagio |
| Aktie |
> Lat. actio = Anteilsrecht. Urkunde, die Ihrem Besitzer einen Anteil am Gesamtvermögen einer Aktiengesellschaft verbrieft. Der Aktieninhaber (Aktionär) ist damit Teilhaber, d.h. Miteigentümer am Vermögen der Aktiengesellschaft. Seine Rechte sind im Aktiengesetz geschützt. |
| Aktienanalyse |
Verfahren zur Beurteilung von Unternehmen oder Aktien. |
Aktienfonds |
Investmentfonds, der überwiegend oder ausschließlich in Aktien anlegt. Risikoreicher aber auch ertragsreicher als Rentenfonds. |
Aktienumtausch (Stockswap) |
Erfolgt evtl. nach einer Verschmelzung (Umtausch von Aktien der aufgenommenen AG in solche der aufnehmenden AG), ggf. bei einer Kapitalherabsetzung oder anderen Gründen. Nach Umtauschfrist-Ablauf erklärt die AG die Aktie für kraftlos. Die Aufforderung zum Umtausch ist in den Gesellschaftsblättern und bei Börsenwerten in mindestens einem Pflichtblatt pro beteiligter Börse zu veröffentlichen. |
| Aktienteilung |
Auch Split (Splitting), eine in den USA nicht seltene und mittlerweile auch in Deutschland beliebte Maßnahme, für eine höhere Aktienstückzahl und ein der Spaltung entsprechend niedriger Kurs, der meist zum Kauf anregt. |
| Altersvorsorge Sondervermögen (AS) |
Altersvorsorge-Investmentfonds bieten Ansparpläne über mindestens 18 Jahre oder bis zum 60. Lebensjahr. |
Analysten- schätzungen |
(Professionelle) Beurteilungen der Anlagequalität und des (inneren) Wertes sowie der Kurschancen von Firmen-Wertpapieren. Analystenschätzungen gehen u.a. aus Analystenkonferenzen hervor. Sie entscheiden u.U. über den Wert der Firma an der Börse. |
| Anlagegrenzen (Fonds) |
Fonds müssen verschiedene Anlagen beinhalten, damit das Risiko gestreut und Verluste begrenzt werden. Deshalb dürfen die einzelnen Werte nur 5 bis maximal 10 Prozent Gewichtung im Fonds haben. |
| Anleihe |
Die Anleihe gehört, wie der Pfandbrief, die Industrieobligation oder die Kommunalobligation zu den verzinslichen Wertpapieren. Anleihen verbriefen ein Gläubigerrecht. Meist garantieren sie ihrem Inhaber gleichbleibende Zinsen und die Rückzahlung eines bestimmten Betrages. |
| Anteilschein/ Investmentzertifikat |
Wertpapier, in dem die Anlegerrechte verbrieft sind. Ein Anteilschein umfasst beispielsweise 1, 10, 100, 500 oder 1.000 Anteile. Anteilschein und Investmentzertifikat beschreiben den Anteil am gesamten Fondsvermögen. |
Anteilwert/ Inventarwert (Fonds) |
Fondsvermögen-Wert geteilt durch die Summe der vorhandenen Anteilscheine. Der Anteilwert wird börsentäglich ermittelt und ist zugleich der Rücknahmepreis, zu dem der Anleger seine Anteile verkaufen kann. |
| Antizyklisches Anlage-Verhalten |
Man kauft, wenn alle verkaufen und umgekehrt - entgegen der Marktstimmung. Damit können u.U. höhere Gewinne erzielt werden. |
| Arbitrage |
Geschäft, das Preisunterschiede für das selbe Objekt an verschiedenen Märkten - vor allem Börsen - zur Gewinnerzielung ausnutzt. Voraussetzung ist schnelle Nachrichtenübermittlung sowie eine Kursdifferenz, die höher ist, als die anfallenden Kosten. Arbitrage erfolgt als Ausgleichsarbitrage und Differenzarbitrage. Diese Geschäfte bewirken eine Angleichung der Kurse und Preise. |
| AS-Fonds |
Fonds für die Altersvorsorge oder als Basisinvestment. Mindestens 51% der Anteile müssen Aktien oder Immobilien sein, der Rest festverzinsliche Wertpapiere. Nur 30% Fremdwährung darf enthalten sein. Sparpläne laufen mind. 18 Jahre oder bis zum 60. Lj. Nach 3/4 der Laufzeit können Kunden die Anteile kostenlos in Rentenfonds-Anteile tauschen. -> Tipps |
| Ask |
Engl.: Angebot (Brief). Gegensatz zu Ask ist Bid und bedeutet Nachfrage (Geld). |
| Asset Allocation |
Aufteilung des Kapitals auf
verschiedene Anlagemöglichkeiten (Assetklassen, Währungen, Regionen) mit dem Ziel, Rendite und Risiko eines Portefeuilles zu optimieren. |
| Aufgeld |
Prozentsatz, um den der indirekte Erwerb des Basiswertes durch Erwerb und Ausübung des Optionsscheines teurer ist als der unmittelbare Erwerb des Basiswertes. Das Aufgeld entspricht auch dem Abstand zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswertes und der Gewinnschwelle (in Prozent). |
| Ausgabeaufschlag (Fonds) |
Einmalgebühr (in Prozent), die Anleger beim Fondskauf für Vertriebs- und Ausgabekosten zahlen. Manche Investmentgesellschaften/ Banken verlangen keinen Ausgabeaufschlag. |
| Ausgabepreis (Fonds) |
Kosten für einen Fondsanteil bestehend aus Anteilwert und Ausgabeaufschlag. |
| Ausschüttung (Fonds) |
Ausgabe der erwirtschafteten Erträge an die Anleger nach einem Fondsgeschäftsjahr. Das sind ordentliche Beträge (Zinsen, Dividenden) aber auch außerordentliche Beträge (realisierte Gewinne) Nachzulesen sind Ausschüttungen im Rechenschaftsbericht, im Bundesanzeiger und in der Tagespresse. Es gibt auch Fonds die eine ausschüttende Tranche (A-Anteile) und eine thesaurierenden Tranche (B-Anteile) haben. ->Thesaurierende Fonds. |
Auszahlplan/ Entnahmeplan (Fonds) |
Mit der KAG vereinbarte (monatliche) Zahlungen an einen Anleger, finanziert durch Anteilverkäufe bzw. Ausschüttungen; wird meistens für die Altersvorsorge praktiziert. Man läßt sich beispielsweise nur
die regelmäßig erwirtschafteten Erträge auszahlen (ohne Kapitalverzehr) oder man verbraucht das Investmentvermögen nach und nach (mit Kapitalverzehr). |